Lehrer(aus)bildung
 Lehreraus- und –fortbildung am Berufskolleg Bergheim
„Teachers are among the most powerful influences in learning.“ [1]
The world’s best-performing schools come out on top by getting the right people to become teachers
and developing them into effective instructors […].[2]“
Weil wir unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich bilden und erziehen wollen, legen wir am Berufskolleg Bergheim großen
Wert auf die systematische Aus- und Fortbildung unserer Lehrkräfte.
Erste Lehrerausbildungsphase
Die nach dem Lehrerausbildungsgesetz seit 2009 vorgesehen schulischen Praktika werden intensiv betreut. Inhaltlich orientiert
sich die Betreuung an den Handlungsfeldern der zweiten Lehrerausbildungsphase (Referendariat) und ist dadurch eng mit
dieser verzahnt. Verantwortlich für diese Phase der Lehrerausbildung ist Frau Yvonne Vogel.
Das Eignungspraktikum dient dazu, einen Einblick in die verschiedenen Arbeitsfelder einer Lehrerin und eines Lehrers zu
erhalten. Eignungspraktikantinnen und Eignungspraktikanten sollen während des Praktikums ihre Eignung für den Lehrberuf in
den Blick nehmen und reflektieren.
Es hat einen Umfang von mindestens 20 Praktikumstagen und sollte vor Aufnahme des Lehramtsstudiums stattfinden.
Lehramtsstudentinnen und Lehramtsstudenten, die sich für ein Eignungspraktikum am Berufskolleg Bergheim bewerben wollen,
finden unter www.elise.nrw.de weitere Informationen zum Eignungspraktikum. Außerdem können sie über diese Adresse ihre
Praktikumsplätze buchen. Die Schule nimmt dann umgehend Kontakt zur Bewerberin/ zum Bewerber auf.
Das Orientierungspraktikum ist im Lehramtsstudium ein fester Bestandteil des Bachelorstudiengangs.
Das Orientierungspraktikum soll der Praktikantin und dem Praktikanten einen Einblick in den schulischen Berufsalltag und in
konkrete pädagogische Situationen gewähren, die in einen Zusammenhang mit den bereits erlernten Theorieansätzen aus dem
Studium gesetzt werden können. Die Praktikantin und der Praktikant können sich ggf. schon an der Gestaltung von Unterricht
beteiligen.
Das Orientierungspraktikum wird als mindestens einmonatiges Blockpraktikum an der Schule absolviert (20 Zeitstunden pro
Woche). Begleitet wird es zusätzlich von der Universität.
Die Auswahl des Praktikumsortes und die Bewerbung direkt an der Schule liegen in eigener Verantwortung.
Ziel des Praxissemesters ist es, "Theorie und Praxis professionsorientiert miteinander zu verbinden". Die Studierenden haben
im Rahmen dieser Praktikumsphase die Möglichkeit, ihr bisher erworbenes fach- und bildungswissenschaftliches sowie
fachdidaktisches Wissen in der Berufspraxis anzuwenden. Somit werden sie auf die Praxisanforderungen von Schule und
Vorbereitungsdienst berufsfeldbezogen vorbereitet.
Das Praxissemester ist für das zweite Semester des Masterstudiums vorgesehen und findet an drei Lernorten- Universität, ZfsL
und Schule statt.
Die Studierenden verbringen mindestens fünf Monate kontinuierlich an einer Schule und hospitieren und führen dort
Unterrichtsvorhaben durch.
Die Platzzuweisung an eine Schule in dieser Praxisphase erfolgt zentral über das Webportal zur Platzvergabe im
Praxissemester (PVP).
 
Zweite Lehrerausbildungsphase
Frau Yvonne Vogel betreuen die Referendarinnen und Referendare während ihrer 1½ jährigen zweiten Ausbildungsphase. Die
Ansprechpartnerin für Ausbildungsfragen vermittelt zwischen Schule und Seminar, stellt die Ausbildung der Referendarinnen
und Referendare an der Schule  sicher und entwickelt ein schulisches Begleitprogramm, das aktuell folgende Module umfasst:
Organisation der Schule
Handwerkszeug zur Unterrichtsgestaltung und Medieneinsatz
Umgang mit Unterrichtsstörungen
Leistungsbewertung
Schulrecht
Schulentwicklung
 
Lehrerfortbildung
„Berufsbezogene, innovative Einstellungen, die Lehrkräfte während des Studiums aufbauten, werden beim Berufseintritt nach
und nach aufgeweicht. […] Einstellungen und Verhalten nähern sich wieder den Standards zu Beginn des Studiums an.“ [3]
Die Schulleitung unterstützt deshalb Berufseinsteiger/innen und neue Kollegen/innen durch gezielte Informationsangebote über
Schulorganisation und Schulentwicklung.
Frau Vogel ist  darüber hinaus auch persönliche Ansprechpartnerin für neue Kolleginnen und Kollegen.
Mit dem Gesamtkollegium findet in jedem Schuljahr eine ganztägige schulinterne Lehrerfortbildung mit dem Ziel der
Unterrichtsentwicklung statt. Die Fortbildungen bauen systematisch aufeinander auf und orientieren sich an den 2011 vom
Lehrerkollegium beschlossenen Entwicklungszielen:
Selbst gesteuertes Lernen fördern
Eigenverantwortung für den Lernprozess fördern
Unterricht schüleraktivierend gestalten
Praktikable Methoden zur Binnendifferenzierung einsetzen
Diagnoseinstrumente nutzen.
Um die sinnvolle inhaltliche und zeitliche Reihenfolge der Fortbildungen, die Umsetzung in unterrichtliche Realität und die
Evaluation kümmert sich die Projektgruppe Unterrichtsentwicklung. Frau Karolin Meurer ist als Fortbildungskoordinatorin
Mitglied dieser Gruppe. Über die Unterrichtsentwicklung hinaus organisiert sie weitere schulinterne Fortbildungen, die z.B. der
Stützung von gesamtschulischen Konzepten dienen oder sie berät einzelne Lehrkräfte bei der Suche nach individuellen
Fachfortbildungen. 
 
  
                                              Yvonne Vogel,
                                              Ausbildungsbeauftragte und Ansprechpartnerin für Praktika
                                              vogel@berufskolleg-bergheim.de
 
Fortbildungsangebot „Unterricht in der Ausbildungsvorbereitung sinnvoll gestalten“
Wer im Bereich der Ausbildungsvorbereitung unterrichtet, weiß, wie schwierig es ist, dort „sinnvollen“ Unterricht zu geben.
Deshalb wurde am Berufskolleg des Rhein-Erft-Kreises in Bergheim im Schuljahr 2010/11 das System der Tageslernsituationen
eingeführt.
Nach nunmehr fünf Jahren Erfahrung mit diesem System haben wir im letzten Schuljahr zahlreiche Besuchergruppen
empfangen, damit auch andere Berufskollegs von diesem Konzept profitieren können.
Jeden ersten Freitag im Monat öffnen wir unsere Türen für interessierte Kolleginnen und Kollegen. Dann besteht die
Möglichkeit, die Umsetzung des Konzepts der Tageslernsituationen selbst mitzuerleben. Nach der Hospitation im Unterricht wird
das Konzept vorgestellt. Anschließend kann noch über die Chancen und Grenzen einer Übertragung auf die eigene Schule
diskutiert werden.
Die Fortbildung beginnt um 8.15 Uhr und endet gegen 12.00 Uhr.
Besuchergruppen bis zu 5 Personen zahlen 50 Euro an unseren Förderverein.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte mit Angabe Ihres Wunschtermins an emmans@berufskolleg-bergheim.de.
[1] Hattie, J.: Visible Learning, Routledge, Abingdon, 2009, S. 238
[2] McKinsey&Company: How the world’s best-performing schools systems come out on top. September 2007, S. 2
[3] Haas, A.: Unterrichtsplanung im Alltag, Roderer Verlag, Regensburg 1998, S. 242