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Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik
Staatlich anerkannte*r Erzieher*in
                                                                                                                                                                      Flyer Erzieher*in
Berufsbild und Ausbildungsziel
Erzieher/innen sind staatlich anerkannte sozialpädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Sie nehmen "Bildungs-,
Erziehungs- und Betreuungsaufgaben für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter bis 27 Jahre in verschiedenen
Arbeitsfeldern selbstständig wahr."
Die Ausbildung ist eine berufliche Weiterbildung, die zur "selbstständigen und  eigenverantwortlichen Tätigkeit in den
sozialpädagogischen Arbeitsfeldern Kindertageseinrichtungen, Kinder- und Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung und zu
sozialpädagogischen Tätigkeiten in der Schule" befähigt.
(Richtlinien der Fachschule des Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik vom 01.08.2014)
Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung dauert insgesamt 3 Jahre.
An zwei Jahren Vollzeitunterricht in der Schule (incl. 16 Wochen Praktika) schließt sich ein einjähriges Berufspraktikum
(Anerkennungsjahr) an.
Erfolgreich haben wir im Schuljahr 2015/16 mit einer dreijährigen praxisintegrierten Ausbildung begonnen, bei der Unterricht (3
Abende von 17.00 – 20.15 Uhr und freitags von 7.45 – 14.30 Uhr) und Praxis (20 bzw. 24 Wochenstunden) so verzahnt werden,
dass das Berufspraktikum integriert ist. Die Praxis kann sowohl als bezahltes Praktikum oder aber auch als berufliche Tätigkeit im
Rahmen eines Anstellungsverhältnisses abgeleistet werden. Im Schuljahr 2018/19 werden wir wieder eine neue „PIA-Klasse“
einrichten.
Lernbereiche
Deutsch/Kommunikation; Englisch; Politik/Gesellschaftslehre; Naturwissenschaften; Berufliche Identität und professionelle
Perspektiven weiter entwickeln; Pädagogische Beziehungen gestalten und mit Gruppen pädagogisch arbeiten; Lebenswelten und
Diversität wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern; Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen
professionell gestalten; Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern und Bezugspersonen gestalten sowie Übergänge
unterstützen; Institution und Team entwickeln sowie in Netzwerken kooperieren; Religionslehre/Religionspädagogik, Projektarbeit;
Sozialpädagogische Praxis in Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene
Aufnahmevoraussetzungen
Voraussetzungen für die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik sind neben dem Nachweis der persönlichen Eignung:
-  der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife)
-  eine einschlägige, abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zweijähriger Dauer
oder
-  der Abschluss der 2-jährigen Höhere Berufsfachschule in der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen (berufliche
   Kenntnisse und Fachhochschulreife)
 oder
-  der Abschluss der Fachoberschule in der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen (berufliche Kenntnisse und
   Fachhochschulreife)
Bei Bewerber/innen, die eine Hochschulzugangsberechtigung oder eine nicht einschlägige Berufsausbildung nachweisen, werden
Einzelfallentscheidungen getroffen (z.B. der Nachweis von mindestens 900 Arbeitsstunden in einer für den Bildungsgang
geeigneten Einrichtung oder eines einschlägigen sozialen Jahres bzw. Bundesfreiwilligendienstes).
Die Bewerberin oder der Bewerber benötigen ein erweitertes Führungszeugnis nach § 30a BZRG. Ihnen wird mitgeteilt, wann Sie
dieses beantragen sollen.
Fachschulexamen und Fachhochschulreife
Das Fachschulexamen besteht aus einem theoretischen Prüfungsteil am Ende des vorwiegend theoretischen
Ausbildungsabschnittes und einem praktischen Prüfungsteil am Ende des Berufspraktikums. Die Fachhochschulreife kann von den
Studierenden erworben werden, die das Fachschulexamen bestanden haben und am erweiterten Unterrichtsangebot in Englisch
und Mathematik teilgenommen haben.
Projekt LuPE
Das Projekt LuPE qualifiziert angehende Erzieherinnen und Erzieher für eine alltagsintegrierte natuwissenschaftliche Bildung, um
Kinder in ihren naturwissenschaftlichen Interessen im Alltag in der Kindertagesstätte zu begleiten.
Sonderausbildung „Bewegungsförderung in Verein und Kita“
Im Rahmen der Erzierher*innen-Ausbildung an der Fachschule für Sozialpädagogik unseres Berufskollegs wird seit dem Schuljahr
2002/03 die qualifizierende Teilnahmebescheinigung über die Sonderausbildung „Bewegungserziehung im Kleinkind- und
Vorschulalter“, jetzt abgelöst von „Bewegungsförderung in Verein und Kita“, in Kooperation mit dem Landessportbund NRW
vergeben.
Durch dieses Zertifikat werden besondere Kompetenzen nachgewiesen, Bewegungsangebote für Kinder zu gestalten und darüber
hinaus vielfältige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen. Die Ausbildung ist darauf ausgerichtet, dass die Teilnehmenden die
erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten nicht nur in ihre spätere berufliche Tätigkeit integrieren, sondern auch in Sportvereinen
tätig werden können. Das Zertifikat begünstigt auch eine Anstellung in den sogenannten „Bewegungs-Kindergärten“.
Die Fachschule für Sozialwesen ist von der CERTQA gemäß § 178 SGB III als Träger nach dem Recht  zur Arbeitsförderung bis
2019 zugelassen.
Ansprechpartner
Bei Fragen steht Ihnen Frau Stanley (stanley@berufskolleg-bergheim.de, Tel. 02271/47910) gerne zur Verfügung.